Montag, 6. September 2010 RSS Feed

Archiv für die 'Schlagzeilen' Kategorie

Warum aufhören,…

…wenn’s gerade so schön peinlich ist?

Kaum hatte sich der Bundesbank-Vorstand gestern dazu durchgerungen, dem Kollegen Thilo Sarrazin den vergoldeten Arschtritt zu verpassen,…

Oder so.

…mehren sich die Stimmen, die eine flächendeckende Debatte über Integration fordern. Warum auch nicht?

Damit kann man sich problemlos nen schlanken Fuß machen.

Und wenn’s tatsächlich zum Schwur kommt, ist immer jemand anderer verantwortlich.

(ml)

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Staatsüberhaupt

Allen voran ist hier natürlich unser Staatsoberhaupt zu nennen. Christian „Halloherrkaiser“ Wulff ließ die Mainzer Allgemeine Zeitung wissen: „Die Mehrzahl neu angekommener Bürger nimmt erfolgreich an Integrationskursen teil.“

Einziges Problem: Wenn man nach erfolgreich absolviertem Integrationskurs ne Wohnung sucht, findet man die dann doch nur im Ghetto.

Und da merkt das dann keiner.

Und überhaupt, so merkte das Oberhaupt an, gebe es gewisse Defizite in der deutschen Ausländerpolitik: „Versäumte Anstrengungen bei der Integration müssen nachgeholt werden“, mahnte er nachdrücklich.

Das klingt toll:

„Wird sich stets nach Kräften bemüht haben.“

Gleichzeitig forderte Wulf auch ein, es müssten „klare Forderungen an Zuwanderer formuliert werden“.

Wie das geht, können Sie in den Bussen und Bahnen des ÖPNV-Betriebs Ihres Vertrauens jederzeit nachsehen:

Die Warnungen an Schwarzfahrer sind dort in mindestens einem halben Dutzend Sprachen nachzulesen.

(ml)

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Staatsunterhäupter

Nachdem der erste Mann im Staat diese Steilvorlage geliefert hatte, mochte das Fußvolk die Füße auch nicht mehr stillhalten.

Oder so.

Dabei gab SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz die Tonart vor. Er steckte der Neuen Osnabrücker Zeitung, Integration sei „das Mega-Thema der nächsten Jahre“.

Prima.

Wenn Sat1 da jetzt ne Casting-Show draus macht, kassiert Wiefelspütz ne satte Tantieme.

Zwar stehe Deutschland besser da als viele andere EU-Länder, doch da sei noch mehr drin.

Offenbar will er die Sache auch noch an Endemol lizenzieren.

Zugleich machte Wiefelspütz deutlich, wer da eigentlich zuständig sei: „Insbesondere der Bundesinnenminister ist zu passiv. Er muss das Thema Integration endlich an die Spitze seiner Agenda setzen.“

Da ist was Wahres dran.

Seh’n Sie sich nur mal an, wie schändlich Thomas de Maizière bei der Integration von Thilo Sarrazin versagt hat.

(ml)

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Kollege kommt gleich

Ob die Debatte allerdings tatsächlich zustande kommt, bleibt fraglich. Wiefelspützens CDU-Kollege Wolfgang Bosbach jedenfalls forderte gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung seinerseits eine „seriöse Diskussion, die Fortschritte und Probleme bei der Integration ohne Tabus benennt“.

Damit ist die Politik schon mal aus dem Schneider.

Immerhin rang Bosbach sich noch das Zugeständnis ab, dass es „millionenfach gelungene Integration“ gebe.

Ferdinand Piëch, Vicky Leandros, Roberto Blanco, Ernst Neger…

Allerdings gebe es „auch zu viele Fälle von Integrationsverweigerung“,…

Michael Ballack.

…beklagte Bosbach: „Fast ein Drittel derjenigen, die zu Sprachkursen verpflichtet wurden, damit ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt steigen, kommen nicht oder brechen den Kurs vorzeitig ab.“

Günther Oettinger?

(ml)

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Warum nicht mal einfach?

Das sieht Hans Michaelbach irgendwie anders. Der Unions-Obmann im Bundestags-Finanzausschuss entlarvte in der Passauer Neuen Presse die wahren Schuldigen der Sarrazin-Posse. Die Sozis nämlich: „Die Verantwortung für den Fall Sarrazin liegt einzig und allein bei der SPD.“

Immerhin: Das Kennedy-Attentat hat er denen nicht in die Schuhe geschoben.

Aber er arbeitet dran.

O-Ton Michelbach: „Die SPD hat den Bundesbank-Vorstand missbraucht, um den ihr lästigen damaligen Berliner Finanzsenator dorthin abzuschieben. Sie wusste, dass er ein Provokateur ist.“ Kann man so nicht sagen.

Schließlich war Sarrazin im Bundesbank-Vorstand u.a. für Risiko-Management zuständig.

Und da musste er natürlich erst mal dafür sorgen, dass es was zu managen gibt.

(ml)

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Schandmännchen trauert …

… um die deutsche Streitkultur. Nachdem die großen Parteien Herrn Sarrazins Buch nun doch zum Anlass nehmen wollen, eine Debatte über Integration zu führen, könnten einige Mitbürger der irrigen Annahme erliegen, Gespräche ließen sich hierzulande nur anzetteln, indem man ordentlich auf die Scheiße haut.

Wundern Sie sich also nicht, wenn Ihnen Ihr Nachbar demnächst eine Stange Dynamit in den Gartenteich schmeißt, weil er mit Ihnen ein wenig übers Angeln plaudern will.

Und den Einwand “Na und? Sarrazins Masche funktioniert doch!” lasse ich nicht gelten.

Das tut Dynamitfischen auch.

(sb)

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Was macht eigentlich …

… Thilo Sarrazin jetzt? Gute Frage. Vermutlich wird er den Rechtsweg prüfen, um juristisch gegen seine Entlassung bei der Bundesbank vorzugehen. Die Chancen stehen nicht schlecht.

Vorausgesetzt er argumentiert nicht, dass er bloß aus dem Bankwesen geflogen sei, weil ihm das Juden-Gen fehlt.

(sb)

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Novizen in der Provinz

Die Rheinische Post hat ausbaldowert, dass die rot-grüne NRW-Minderheitsregierung den Kommunen des Landes erlauben will, eine sogenannten Bettensteuer, also eine Sonderabgabe auf Hotelübernachtungen, zu erheben. Toll.

Das kostet nix und ärgert die Liberalen.

(ml)

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Berlin! Berlin!…

…was solln wir in Berlin?

Keine Frage: Die IFA besuchen. Die ist nämlich seit heute fürs gemeine Volk geöffnet und zeigt das Neuste aus der Entwicklung von Kühlschränken, Espressomaschinen, Wäschetrocknern…

…und natürlich Epiliergeräten.

Schwerpunkt der 50. IFA, die noch bis zum 8. September dauert, sind das dreidimensionale Fernsehen und neue Flachbildschirme.

Dreidimensionales Fernsehen und flache Bildschirme.

Bin ich eigentlich der einzige, dem das dämlich vorkommt?

(ml)

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La Fideralla

Ferrari startet wegen einiger Zwischenfälle eine Rückrufaktion. Weil ein Fahrzeugbrand droht, müssen alle vor dem 30. Juli dieses Jahres gebauten 458 Italia in die Werkstatt, um die Hitzeschutzmatten in den Radverkleidungen auszutauschen. Nach Angaben des Unternehmens können sich diese an heißen Sommertagen verziehen.

Nur, dass ich das richtig verstehe: Die Hitzeschutzmatten von Ferrari vertragen keine hohen Temperaturen?

(sb)

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